Vor Teneriffas Küste liegt das erste zertifizierte Walschutzgebiet Europas

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Wegen der verantwortungsvollen und nachhaltigen Beobachtung von Walen und Delfinen, wurde der Meeresstreifen Teno-Rasca, der sich bei den kanarischen Inseln Teneriffa und La Gomera befindet, nun als erstes Walschutzgebiet in Europa und als Drittes weltweit ausgezeichnet.

Frankfurt / Santa Cruz de Tenerife, 1. Februar 2021. Ein UNESCO Weltnaturerbe, 43 Naturschutzgebiete, die fast die Hälfte der Inselfläche ausmachen, diverse Auszeichnungen für den Umweltschutz, ein nachhaltiges touristisches Angebot sowie zertifizierte klima- und kohlendioxidneutrale Unterkünfte – bereits seit vielen Jahren engagiert sich die größte kanarische Insel Teneriffa für eine allumfassende nachhaltige Entwicklung. Auch der Schutz von Tieren an Land und im Wasser ist schon lange Teil dieser umweltbewussten Ausrichtung.

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Nun wurde der Meeresstreifen Teno-Rasca offiziell dafür ausgezeichnet und ist ab sofort das erste Walschutzgebiet in Europa und nach Hervey Bay in Australien und The Bluff in Südafrika das Dritte weltweit. Verliehen wurde die Auszeichnung von der weltweit führenden und internationalen Organisation zum Schutz der Meere „World Cetacean Alliance“, deren Mission es ist, die Ozeane und die dort vorkommende Tierwelt zu schützen.

Ein respektvoller Umgang mit der Tierwelt

Das Meeresökosystem wird in dem Gebiet Teno-Rasca, das sich über eine Länge von etwa 22 Kilometern erstreckt, vor allem durch die besonderen Schutzgebiete gewährleistet. Fast die Hälfte der weltweiten Walarten lassen sich vor der Küste Teneriffas beobachten und eine ansässige Bevölkerung von etwa 200 Grindwalen ist zu einem wichtigen Bestandteil der Insel geworden. Aufgrund der vielfältigen Population ist auch eine kontinuierliche Dokumentation durch Forscher wichtig, um einen dauerhaften Schutz der Tiere zu gewährleisten. Das Walschutzgebiet reicht von Punta El Fraile bis Punta Salema und unterliegt, wie alle Küstenstreifen der Insel, strengen Vorschriften zum Erhaltungsschutz. Viele Unternehmen sind außerdem an eine Qualitätscharta gebunden und verpflichten sich dazu, die Sicherheit und Qualität von Walbeobachtungen zu erhöhen. Besonders der Abstand zu den Tieren muss eingehalten werden, auch muss Stille bewahrt und Motoren müssen ausgeschaltet werden. Recycelte Materialien, umweltschonende Produkte und die Säuberung des Meeres von Müll gehören ebenfalls zu den Maßnahmen der Charta.

Kein Wunder also, dass dieses nachhaltige Gefühl für die Umwelt und die dort lebenden Tiere zu einem wichtigen Aspekt im Leben der lokalen Gemeinschaft geworden ist. Verschiedene Interessenvertreter setzen sich für die Wale ein – So verstärkt sich auch das Gemeinschaftsgefühl zwischen Einheimischen, Unternehmern, Forschern und NGOs. Die Anerkennung der World Cetacean Alliance ermöglicht aber auch Urlaubern eine transparente und einfache Auswahl ihres Reiseziels in Bezug auf Nachhaltigkeit und ermutigt sie dabei, Tiere auf respektvolle Art und Weise in ihrem natürlichen Lebensraum zu sehen.

Auch andere Auszeichnungen wie die „Blaue Flagge“, die jährlich vergeben wird und Aufschluss über Wasserqualität, Umweltmanagement, Umweltbildung sowie Dienstleistungsgüte gibt oder die erst vor einigen Monaten verliehene Auszeichnung „Marine Hope Point“ verdeutlichen die Bedeutung des zertifizierten Umweltschutzes auf Teneriffa. „Hope Spots“ sind besondere Orte, die wissenschaftlich belegt einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheit des Ozeans leisten und von der internationalen Organisation Mission Blue verliehen werden.

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