Trotz Plagiatsvorwurf – Lidl bietet “seinen Thermomix” erneut an

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Lidl, das sich inmitten eines Rechtsstreits mit Thermomix befindet, wird seinen Küchenroboter “Monsieur Cuisine Connect” am 28. November auch auf den Kanaren erneut unter seiner Eigenmarke SilverCrest in den 600 Läden des Unternehmens in Spanien verkaufen, wie in einer Erklärung mitgeteilt wurde.

Konkret bringt die Supermarktkette wieder eines ihrer Starprodukte auf den Markt, das den Thermomix mit einem konkurrenzfähigen Preis von 359 Euro herausfordert, verglichen mit den mehr als 1.000 Euro des Vorwerk Küchenroboters, die von Lidl Schadenersatz für ein angebliches Plagiat seines Patents verlangt.


Lidl wies darauf hin, dass sein Küchenroboter mehr Funktionalitäten als die übrigen auf dem Markt erhältlichen Optionen bietet und sich durch die Möglichkeit auszeichnet, sich mit dem Wifi-Netz zu verbinden, um Rezepte kostenlos und ohne Abonnement herunterzuladen, wobei der Roboter selbst den Vorgang Schritt für Schritt auf dem LCD-Touchscreen verfolgt und somit eine Bluetooth-Verbindung und ein externes mobiles Gerät überflüssig macht.

Darüber hinaus hat das Glas ein Fassungsvermögen von 3,1 Litern und 10 Funktionen, darunter Kochen, Dämpfen, Schlagen und Kneten, Emulgieren, Mischen, Zerkleinern, Hacken, Rührbraten, Wiegen und Mahlen. Es hat auch eine in den Behälter integrierte Waage, die das korrekte Wiegen der Inhaltsstoffe erleichtert.

Zum anderen hat das Unternehmen als Neuheit für dieses Jahr auch den Roboter Monsieur Cuisine Mini für Kinder für 29,99 Euro auf den Markt gebracht, der einen Farbbildschirm, einen Drehknopf und einfache Symbole zum Verstehen enthält. Es enthält auch ein integriertes Kochbuch und fünf einfach zuzubereitende Rezepte.

Vor einigen Wochen leitete das Handelsgericht 5 von Barcelona den Prozess ein, nachdem der Schöpfer des Thermomix eine Klage eingereicht hatte, in der er von den Lidl-Supermärkten eine Entschädigung für die Vermarktung eines Kochroboters fordert, der angeblich die Patentrechte für die Erfindung des Geräts verletzt.

In der ersten Sitzung hörte der Richter das Gutachten der Firma Vorwerk, die das Patent angemeldet hat, und das Gutachten von Lidl, die Argumente dafür vorgebracht haben, ob das Thermomix-Patent im Vergleich zu früheren Küchenrobotern genügend Neuheiten enthält.

Das Patent von Thermomix trägt den Namen “Küchenmaschine”, und das Unternehmen ist der Ansicht, dass der Supermarkt es in seinem Küchenroboter “Monsieur Cuisine Connect” der Marke Silvercrest plagiiert hat, und fordert daher von Lidl eine Entschädigung in Höhe von 10% des Umsatzes der Maschine: der Gesamtbetrag wird nicht berechnet, und der Richter wird die Zahl im Falle einer Verurteilung von Lidl hinzufügen, sobald das Urteil rechtskräftig ist.

Lidl seinerseits behauptet, dass sein Produkt die Patentrechte von Thermomix nicht verletzt, und beantragt, das Patent für nichtig zu erklären, weil sie der Ansicht ist, dass ein “Mangel an Neuheit” in Bezug auf ähnliche vor ihr vermarktete Maschinen besteht.