Griechenland beginnt mit der Impfung der am stärksten gefährdeten Personen mit der dritten Dosis des Impfstoffs

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Griechenland bietet seit Dienstag (14.09.2021) den besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen die Möglichkeit, eine Auffrischungsdosis des COVID-19-Impfstoffs anzufordern, und es wird erwartet, dass das Angebot bald auf Personen über 60 Jahre ausgeweitet wird.

Vorrangig erhalten diese dritte Dosis immungeschwächte Menschen, z. B. Patienten, die sich einer Krebsbehandlung unterziehen oder im Falle von Leukämie in den letzten fünf Jahren unterzogen haben, Menschen, die sich einer Organtransplantation unterzogen haben oder auf einer Warteliste stehen, Menschen mit Nieren- oder Leberversagen oder mit Autoimmun- oder Entzündungskrankheiten.

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Die rund 285.000 Personen in diesen Kategorien erhalten seit Montag eine SMS auf ihr Handy, in der sie darüber informiert werden, dass sie einen Termin vereinbaren können.

Nach den Plänen der Nationalen Impfkommission sind die nächsten Gruppen, für die bereits eine Empfehlung ausgesprochen wurde, die über 60-Jährigen, und eine dritte Dosis wird auch für Beschäftigte im Gesundheitswesen und andere Berufsgruppen mit hohem Infektionsrisiko in Betracht gezogen.

Diese dritte Auffrischungsdosis wird nur bei Impfstoffen mit Boten-RNA-Technologie (mRNA), wie denen von Pfizer und Moderna, verabreicht – auch wenn sie zuvor mit denen von AstraZeneca oder Johnson & Johnson geimpft wurden -, und im Falle von Immunsupprimierten wird sie Personen verabreicht, die mindestens einen Monat zuvor die zweite Injektion erhalten haben.

Nach Angaben des Ausschusses wird allgemein davon ausgegangen, dass der Impfstoff sechs bis acht Monate lang voll wirksam bleibt.

Die Pläne zur Ausweitung des Impfstoffs auf die Allgemeinbevölkerung, die auch in anderen Ländern wie Israel umgesetzt werden, stehen im Gegensatz zu den Empfehlungen von Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation, die es als vorrangig ansieht, dass Menschen in Ländern, die keinen Zugang zu solchen Impfstoffen haben, geimpft werden.

In der Zwischenzeit werden die Bemühungen verstärkt, junge Menschen, insbesondere Heranwachsende, zu impfen, da nun das Schuljahr begonnen hat.

Nach Angaben von Marios Themistokleus, dem Generalsekretär für die medizinische Grundversorgung, sind 13 % der 12-14-Jährigen und 25 % der 15-17-Jährigen geimpft worden.

Für die Fachleute ist es von größter Bedeutung, die Impfrate bei Jugendlichen zu erhöhen, denn es ist sicher, dass der Schulbeginn zu einem Anstieg der Neuinfektionen führen wird.

Bislang ist die Durchimpfungsrate in der Gesamtbevölkerung noch sehr langsam, etwa 60 % haben die erste Impfung erhalten und etwa 56 % die komplette Impfung.