Douglas schließt 103 Parfümerien in Spanien

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Die Parfümeriekette Douglas hat eine Reorganisation ihres Filialnetzes in Spanien mit der Schließung von 103 Filialen angekündigt, die mit der Durchführung eines Arbeitsregelungsverfahrens – Expediente de Regulación de Empleo (ERE) verbunden ist, von dem bis zu 600 Mitarbeiter betroffen sein werden, wie der Konzern in einer Erklärung mitteilte.

Konkret hat das Unternehmen mitgeteilt, dass der Beginn dieses Verfahrens den Arbeitnehmervertretern bereits mitgeteilt wurde und dass die Anhörung voraussichtlich in der dritten Februarwoche beginnen wird.


Douglas hat angedeutet, dass es diesen Prozess mit dem “größtmöglichen Respekt für alle Arbeitnehmer” und mit dem Wunsch, die beste Lösung für alle Parteien zu erreichen, angeht.

Das multinationale Unternehmen hat erklärt, dass die Entscheidung, sein Filialnetz neu zu organisieren, im Rahmen seines Digitalisierungsprozesses kommt und auf die Veränderung der Verbrauchergewohnheiten reagiert, die in den letzten Jahren in Europa stattgefunden hat, was das Wachstum des Online-Handels des Unternehmens stark vorangetrieben hat.

In diesem Sinne hat das Unternehmen im Geschäftsjahr 2019/2020 einen Rekord-Online-Umsatz mit einem Plus von 40,6 % gegenüber dem Vorjahr auf 822 Millionen Euro erzielt.

Das multinationale Unternehmen hat angegeben, dass diese Änderung des Trends im Verbraucherverhalten, die vor der Ankunft von Covid-19 begann, aber durch die Pandemie intensiv beschleunigt wurde, “notwendigerweise diese schnelle Anpassung” des kommerziellen Netzwerks des Unternehmens impliziert.

So wird das Unternehmen die Anzahl der Filialen und deren Standorte sowie das Fachpersonal in jeder dieser Filialen optimieren und dem Online-Verkauf den Vorrang geben, da es diese Trendwende als “endgültig” ansieht.

Von den insgesamt 2.400 Filialen, die Douglas in Europa betreibt, sind rund 500 von der Forcierung der Digitalisierung betroffen, davon 103 in Spanien.

Das Unternehmen hat betont, dass die Reorganisation der Parfümerien in Spanien daher “weit davon entfernt ist, auf vorübergehenden Umständen zu beruhen, sondern auf einen Prozess der Transformation des Unternehmens reagiert, der bereits vor der Pandemie begonnen hat”.

Die Bestimmung der betroffenen Verkaufsstellen basiert auf der individuellen Analyse der Situation jeder einzelnen Filiale, für die Daten aus dem Zeitraum vor dem Auftreten des Coronavirus berücksichtigt wurden.

Für diese Analyse berücksichtigte Douglas komplexe Kriterien, die sich auf die Wirtschaftlichkeit, das Entwicklungspotenzial jeder Filiale und die Dichte der Filialen in jedem Markt beziehen.

Seit dem Geschäftsjahr 2017/2018 arbeitet Douglas mit der Strategie #Forwardbeauty an einem Geschäftsmodell-Transformationsprozess, der den digitalen Handel in den Mittelpunkt des Wachstums stellt.

Im vergangenen Sommer kündigte das Unternehmen an, seine Strategie mit #Forwardbeauty.DigitalFirst auf die nächste Stufe zu heben, um den Online-Store, den Marktplatz und die physischen Geschäfte zu einer digital vernetzten, datengesteuerten Beauty-Plattform zusammenzuführen.